<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793</id><updated>2011-04-22T02:28:08.595+02:00</updated><title type='text'>Badfinger's Words in Progress</title><subtitle type='html'>Offene Textwerkstatt von Marcel Nebeling aka Badfinger.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>9</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115132657513726277</id><published>2006-06-26T14:49:00.000+02:00</published><updated>2006-06-26T15:11:37.840+02:00</updated><title type='text'>Eine Welt aus Glas (6)</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;John lächelte sie an, als er den Schlüssel ins Schloss schob und meinte: "Also ich bin kein ordentlicher Typ, also erschrick jetzt nicht zu Tode."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es wird schon gehen..."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Als er die Tür aufschob, musste er sich etwas dagegen stemmen. Denn hinter der Tür waren Säcke mit Papier und Kartons und andere Utensilien, die er für die Plakate brauchte. Sie machte einen großen Schritt. In seiner Wohnung roch es nach Blumen und sie sah ihn verwundert an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er zuckte nur mit den Achseln, ließ die Tür ins Schloss fallen. John legte seine Hand sanft auf ihre rechte Schulter. "Maria, schließ bitte die Augen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hab aber kein Problem mit unaufgeräumten Zimmern, John.", witzelte sie. Er strich sanft über ihre Schulter, wie ein Freund. "Nein, nein. Es ist wegen was Anderem. Mach die Augen zu, bitte."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schob sie sanft voran. Die Sonne strich über ihr Gesicht, die Welt schien in einer roten Flamme zuvergehen. Schließlich öffnete sie die Augen. Es brauchte einige Augenblicke, in denen ihr Herz dahin stolperte und die Augen sich an die Farbenpracht anpassen konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ein Meer aus Blumen. Der Duft wurde von der Wärme des Zimmers verstärkt. Sie stand einfach da und wusste nichts zu sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Stille sie fast erdrückte und sie sich wie in einer anderen Welt gefangen fühlte und Tränen in ihren Augen standen, sagte John. "Jeden Tag ein Straus. Es waren mehr, aber die verwelken ziemlich schnell. Ich hab mein bestes versucht Maria."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie kniete vor den Blumen, auf dem grauen Einheitsteppich, der zur Wohnung gehörte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die sind alle von ihm?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er nickte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115132657513726277?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115132657513726277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115132657513726277' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115132657513726277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115132657513726277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/eine-welt-aus-glas-6.html' title='Eine Welt aus Glas (6)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115054900301775561</id><published>2006-06-17T14:46:00.000+02:00</published><updated>2006-06-26T14:39:59.126+02:00</updated><title type='text'>Eine Welt aus Glas (5)</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Ihr Apartment wirkte so leer, so fremd. Sie stand in dem kleinen Wohnzimmer, um sie herum ihr kleiner Koffer und die Handtasche, achtlos zu Boden geworfen. Im Fenster die Pflanzen waren vertrocknet. Der Sommer hatte die Welt fest im Griff und die Sonne strahlte in all ihrem Glanz durch das Fenster. Sie war etwas mehr als zwei Wochen weggewesen, aber es schien ein ganzes Leben vergangen zu sein. Maria ließ sich in ihren Lesesessel fallen, eines der wenigen Erbstücke, das sie noch besaß. Auf dem kleinen Beistelltischchen lag der Roman, den sie am letzten Abend gelesen hatte, bevor sie ins Chaos stürzte am nächsten Tag.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Sie nahm das Buch in die Hand, blätterte ein paar Seiten weiter, las die Kapitelüberschriften, bis mit einem Mal eine Träne auf das Blatt fiel, sich ins Papier saugte. Sie schlug das Buch hart zu, hielt es fest und starrte zum Fenster hinaus. Wie lang wusste sie nicht, aber als es an der Tür klingelte, schien sie aus einer Art Schlaf zu erwachen. Im ersten Augenblick wusste sie nicht wo sie war. Zu sehr hatte das Krankenzimmer sie gefangen gehalten, als dass sie ihre wiedergewonne Freiheit empfinden konnte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Wieder klingelte es. Es war eine Art Glockenspiel. Sie stürzte zur Tür.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Er lächelte sie breit an. Sie versuchte es ebenfalls, aus Höflichkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Schön das du wieder da bist.", sagte John. Sein Haar war eine einzige Katastrophe. Das weiße T-Shirt war mit allen denkbaren Farben beschmiert, so dass es schon fast wie ein Designerstück wirkte. Hinter dem Ohr hing vergessen eine Zigarette.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Kann ich reinkommen?", fragte er.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Marie schaute zwischen Flur und ihm hin und her. Sie machte einen Schritt zur Seite und ließ ihn gewehren. Sie merkte, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, dass sie gerührt war, dass er an der Tür klopfte und sie besuchte. Er war ihr Nachbar, aber sie hatte ihn nie so wahrgenommen. Jedenfalls nicht so wie jetzt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Es war das erste Mal, dass er in ihre Wohnung kam. Er schien voller Interesse die leeren, weißen Wände zu betrachten. Augenblicke später, als er im Wohnzimmer stand, bemerkte er: "Eigentlich recht schön, aber so leer."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Sie stand hinter ihm, zuckte mit den Achseln. "Nein, ich hab doch viele Bücher."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Aber Bücher sprechen nicht. Und es ist leer und einsam hier. Glaub mir..."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Es war ein unangenehmer Augenblick. Er betrachtete die Bücherwände, aber sie wusste, er starrte an die leeren Wände und versuchte es zu verstehen. Doch sie selbst wusste es ja nicht, wieso nirgends ein Foto hing und alles so sauber war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Magst Du 'nen Kaffee oder Tee?" Sie stellte fest, sie wollte mit ihm reden. Ein Kaffee oder Tee war die beste Art ein Gespräch in Gang zu setzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Ok.", sagte er nur.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Die Küche war gleich nebenan. Ein weicher Bogen beschrieb den Eingang zu Ofen und Schränken. Sie suchte schnell zwei Tassen aus dem oberen Schrank zusammen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Tee oder Kaffee?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Ich nehm' Tee." Schnell brühte sie ihn auf. "ährend der Automat dampfte stand sie im Eingang und beobachtete ihn, bis zu dem Augenblick, da er den Roman entdeckte, in dem ihre Träne gefangen war. Wie automatisch blätterte er genau zu der Seite mit dem regentropfenartigen Fleck. Er sah zu ihr herüber und für einen Augenblick schien selbst eine Träne an seiner Wimper zu hängen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Sie wandte sich ab, goss den Tee ein und trug auf einem Tablett die Tassen zum Beistelltisch. Er hatte sich in ihrem Lesesessel niedergelassen, hielt noch immer das Buch, den Finger zwischen den Seiten, wo sie ihre Träne verloren hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Sie setzte sich mit ihrer Tasse in der Hand auf das Sofa etwas weiter weg. Sie nahmen kurze Schlücke, sagten nichts und dennoch schien ein Gespräch stattzufinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wieso musst du weinen?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Weil es nicht einfach ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Was?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Mein Leben und jeder Tag...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Doch die lezten Worte hatte sie ausgesprochen: "Jeder Tag."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Was?", fragte er. Es war seltsam, irgendwie schien er mehr ein Freund zu sein, als sie geglaubt hatte. Eigentlich dachte sie, er habe nur seine Demos im Kopf, alles um Politik und Bush. Aber so war er nicht, das spürte sie. Er schien, wie auch sie, in einer ganz eigenen Welt zu leben und sein Bush-Hass hatte viel tiefere Wurzeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Ich meinte, es ist jeder Tag, der Tränen bringt."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Er nickte, schien zu verstehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Nun ja, es gibt doch aber auch Sommertage wie den heutigen." Sie lächelte sanft, nahm einen Schluck und stellte fest: "Stimmt."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Es tut mir leid, dass du im Krankenhaus warst. Ich hätte dich gern besucht. Ging aber nicht. Außerdem weiß ich nicht... Ich meine ich bin nur dein Nachbar."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Schon ok. War besser so, wollte sowieso Niemanden sehen."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;"Und Richard? Hat er sich gemeldet?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Sie sah ihn verdutzt an.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;"Er war hier... Das ist auch der Grund warum ich hier bin."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sah ihn fragend an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Na ja nicht nur deswegen... Wollte auch wissen wie es Dir geht und ob ich was helfen kann oder so..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schüttelte den Kopf. "Nein. Es ist nun mal so."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er nahm einen weiteren Schluck, schien über sie nachzudenken, ihre Augen nach den Gründen der Träne in dem Roman abzusuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich denke es ist besser wenn ich's Dir zeige."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lächelte und es war ein fremdes Gesicht dass ihr da entgegen blickte. Er wirkte wie ein kleiner Lausbub, nicht mehr der verägerte Intellektuelle, der Politikerhasser. Sie fand ihn richtig nett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Kann ich eine rauchen?" Er griff nach der Zigarrette hinter dem Ohr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich rauche doch auch..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Achso und wo?" Er grinste. Seine Anspielung auf die übermäßige Sauberkeit war nicht zu ignorieren. "Will dir ja nicht hier alles vollstinken..." Er lachte herzlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie aufstand um den Aschenbecher aus dem Schrank zu holen, wurde ihr klar, es war schön nicht allein zu sein. Und wie sehr sie diese Augenblicke jetzt genoss. In der kleinen Vitrine mit ihrer Affenfigurensammlung stand der Aschenbecher, den ihr Sarah mal geschenkt hatte, als diese mit Rauchen aufhörte. Jeden Abend wusch sie ihn bis er glänzte und stellte ihn zurück. Sie und ihre vielen Gewohnheiten. Doch irgendwie schien das Leben zu zerbrechen und alles was blieb waren Erinnerungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie stellte den Aschenbecher auf das Beistelltischchen. John fummelte aus der Jeans ein silbernes Zippo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Maria... willst auch eine?" Er grinste verschmitzt, als er den Rauch wie ein böser Drachen heraus bließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er holte eine zerknitterte Packung Winston aus der Hosentasche, reichte sie ihr. Sie nahm mit einem Lächeln die Zigarette, er gab ihr Feuer und dann saßen sie einfach da und rauchten. Sie genoss jeden Zug.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115054900301775561?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115054900301775561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115054900301775561' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115054900301775561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115054900301775561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/eine-welt-aus-glas-5.html' title='Eine Welt aus Glas (5)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115047664140943707</id><published>2006-06-16T18:31:00.000+02:00</published><updated>2006-06-16T19:28:31.793+02:00</updated><title type='text'>Eine Welt aus Glas (4)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wissen Sie, wir Seelenklemptner sind auch Menschen. Ich hab in meinem Leben schon sehr viel erlebt und ich beginne deswegen bei einem ersten Treffen immer mit einer Geschichte. Mögen Sie Geschichten, lesen Sie?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Augen hinter der schwarzen Brille strahlten eine Sanftheit aus, die sie überraschte. Er wirkte eher wie ein Schriftsteller, zumindest wie sie sich einen vorstellte. Das war gut, denn innerlich rumorte es in ihr. Es waren keine Stimmen, aber ihr war schlecht und sie wusste, das etwas in ihr arbeitete, sich gegen dieses Treffen wehrte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja, ich lese."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was für Bücher?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie lächelte, das erste Mal seit dem Überfall. Zwei Wochen lagen zwischen dem Freitag als sie Rich kennen gelernt hatte und diesem Gespräch hier. Aber es schien ein Jahrhundert zu sein, denn soviel bedrängte sie, zerrte an ihren Nerven.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hab als letztes Sputnik Sweethart gelesen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ah, kenne ich. Haruki Murakami. Nette Art wie er schreibt. Es geht um Liebe. Suchen Sie Liebe?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria sagte nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nun ja, ich wollte meine Geschichte erzählen, nicht? Es ist aber keine schöne Geschichte. Das Leben schreibt meist eher Tragödien, statt Hollywood-Happy Ends. Aber egal. Das brauch ich Ihnen ja nicht sagen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie versuchte zu lächeln, denn sie merkte, er wollte ihr die Geschichte wirklich erzählen. Nicht um sie zu heilen oder so. Einfach so, weil er gern erzählte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich war damals Student. Große Hoffnungen und dann als der Vietnamkrieg kam, John Lennon mein Idol, entdeckte ich was diese Welt wirklich bedeutet. All dieser Hass, der Krieg, das Geld. Ich hatte mich mit Freunden getroffen, wir planten eine Demonstration. Kennen Sie den Song von Buffalo Springfield?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schüttelte den Kopf. "Ich hör eher Klassik. Oder garnichts. Bin kein Musikfan."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Tja dann haben Sie wenigstens nicht wie ich das Problem, dass Sie nicht wissen, wo Sie die CDs und Platten unterbringen sollen." Er lachte, aber es war nicht gespielt. Sie erinnerte sich, konnte sich nicht dagegen wehren, wie ihre Mutter von einem Arzt angelacht wurde, damals. Sie hatte genau gewusst, dass er verzweifelt war. Wie erklärte man Jemanden, dass ihr Mann sich umgebracht hatte, mit Tabletten und Alkohol? Daddy war gegangen, zurück blieben die Scherben und das Blut und die Wunden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Alles in Orndung, Frau Eldorso?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nickte. "Erzählen Sie doch weiter..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er rutschte etwas im Sessel hin und her. Von Draußen ströhmte warmes Sommersonnenlicht herein. Es war ein Raum voller Gemälde und Bücher. Die Krankenhausbibliothek. Er hatte ihr erklärt er hasste den kleinen Untersuchungsraum, war lieber hier. Anfangs hatte sie gedacht, das war nur eine Masche um ihr Vertrauen zu gewinnen. Doch mitlerweile verstand sie, dass es wirklich so war. Den Kittel hatte er ausgezogen und achtlos über die Lehne geworfen. Auf dem kleinen Beistelltisch stand für jeden eine Pepsi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nahm ihre Dose, öffnete sie und trank drei kleine Schlücke. Ihre Mutter hatte ihr immer gesagt, Ladies saufen nicht wie Kühe, sondern nehmen zaghafte Schlücke wie Rehe. Die Erinnerung schmerzte, aber sie lächelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das brachte ihn dazu weiter zu erzählen. "Wir wollten genauso wie John Lennon gegen den Krieg demonstrieren. Ok, wir wussten nicht viel, nur ich dachte daran dass dort Menschen starben, während mir Professoren irgendwelchen Krimmskrams versuchten beizubringen. Es war alles so bedeutungslos. Und dort der Krieg... Ich wollte was tun. Eine Demonstration war ein Anfang."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja. Mein Freund... John. Er demonstriert oft." John war eigentlich nur ihr Nachbar. Der war gegen die Adminstration Bush und bei jeder Demo dabei. Einmal hatte sie ihm neue Stifte geschenkt, weil sie so allein war und einen Grund suchte, ihn zu besuchen. Er hatte ihr alles mögliche erzählt, über all die Lügen ihres Präsidenten. Aber das interessierte sie nicht. Es war die Einsamkeit, die sie zu ihm trieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir hatten Schilder gebastelt. Meins war nicht das Beste, aber ich fand's verdammt cool."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Cool?", grinste sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nun, was sagt man denn heute? Es war eben ... " Er suchte nach einem anderen Wort. "Egal, es war cool, ok?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Gut." Es fiel ihr leichter mit ihm zu reden. Er schien so wenig ein Arzt zu sein, wie sie eine Schauspielerin war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hatte sowas wie eine Bombe gezeichnet, die ein Peacezeichen zersplittert. Sah sicher eher aus wie die Malerei eines Kindes. Aber die Message... NO WAR!, das kam rüber. Als wir dann durch die Straßen zogen, ich mein Schild voller Stolz hochielt, kam mein Vater mit dem Wagen vorbei. Er hatte in der Nähe zu tun und als er an mir vorrüber fuhr, das Schild sah, bremmste er, schrie ich solle es wegschmeißen. Ich sei eine Schande. Er spuckte mir vor die Füße. Ich hasste ihn. Was verstand er denn davon?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er machte eine Pause, öffnete seine Dose, nahm einen langen Schluck und Maria lachte. Es war ein herzhaftes Lachen, es brach aus ihr heraus, wie ein Rülpser. Dann hielt sie sich die Hand vor den Mund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nicht unbedingt die Reaktion die ich erwartet hätte. Lassen Sie mich teilhaben?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es ist nicht ihre Geschichte. Es ist..." Sie holte unbewusst tief Luft. Der Psychologe nahm noch mal einen Schluck, ließ ihr Zeit. "Meine Mutter sagte Frauen dürfen nicht Saufen wie Kühe..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er grinste. "Achso..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ladies sollen kleine Schlücke nehmen. So war sie eben. All solches Zeug. Meist fand ich es blöd, aber vorhin dachte ich an den Spruch und nun.."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sauf ich wie 'ne Kuh... oder'n Ochse!" Er lachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Genau..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie tranken still, immer wieder grinsend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ihr Vater... hat er sie geschlagen?"; fragte Maria.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja. An dem Abend, hat er mich so verprügelt, dass ich nicht mehr sitzen konnte. Am nächsten Tag nahm ich den ersten Bus. Weiß nicht mehr wo ich hinwollte, aber nicht mehr zu Hause mich schlagen lassen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie dachte darüber nach. "Mein Vater hat mich nicht geschlagen. Er hat sich vor uns kaputt gemacht und wir hatten Schuld. Er hat geschrien, Zeug zerschmissen, ist ausgerastet. Aber hat uns nie angefasst. Er war eigentlich ein guter Mann, wissen Sie. Er hat alles verloren. Die Firma war pleite, er auch. Die Aktien nichts mehr wert. Sein Leben ausgehaucht in wenigen Stunden, sozusagen. Meine Mutter sagte, es würde wieder werden. Aber das war nicht so. Er kam nie darüber weg."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hmm. Maria... hassen Sie sich?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sagte nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wenn das so ist... wissen Sie, jeder hasst sich hin und wieder. Das ist gesund, das gehört zum Leben. Aber es darf nicht soweit gehen, dass Sie sich umbringen wol-"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sprang auf, stieß dabei irgendwie an den Tisch. Die Dose rollte über die Tischplatte, Cola schäumte heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich habe mich nicht umbringen wollen! Ich habe Angst! Mein Vater, ich habe ihn sterben sehen! Ich hab nichts dagegen gemacht. Der, der Spiegel... er hat sich mit dem Spiegel umgebracht, weil er sich hasste, dafür dass er alles verloren hat. Ich wusste nichts von Tabletten und der Wiskey, die Flasche..." Sie atmete hastig, ihr Herz klopfte ihr im Hals. "Hab sie erst später gesehen und selbst da nicht begriffen. Überdosis und Alkohol. Er hat sich umgebracht... wegen uns, weil er uns nicht ernähren konnte. Und sie sagen ich will mich umbringen?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie kreischte nun, ihre Stimme war wie ein Klavier, dass zerhackt wurde. "Ich will sterben, ich bin allein! Niemand ist für mich da. Aber ich bringe es nicht fertig." Sie weinte. "Es war ein verdammter Unfall..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie rannte aus der Bibliothek. Auf dem Gang umfing sie ein Hauch von Desinfektionspray und Schweiß. Sie rannte einfach den Flur entlang. Bis sie gegen die Tür des Fahrstuhls sich schmiss, als dieser nicht aufging. Sie lehnte an der Wand mit den Knöpfen um den Fahrstuhl zu rufen. Langsam sank sie zu Boden, saß dort und weinte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115047664140943707?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115047664140943707/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115047664140943707' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115047664140943707'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115047664140943707'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/eine-welt-aus-glas-4.html' title='Eine Welt aus Glas (4)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115047235850969208</id><published>2006-06-16T17:35:00.000+02:00</published><updated>2006-06-16T19:14:38.323+02:00</updated><title type='text'>Eine Welt aus Glas (3)</title><content type='html'>Erst die Stimme der diensthabenen Schwester machte ihr bewusst, dass sie erwacht war. Das Fenster mit den unzählbaren Regentropfen und die Nacht dahinter mit der Skyline hielten Maria gefangen. Das Geschwirr um sie herum, der Krach vom Gang konnte sie nicht erreichen. Sie sahß die silbernen, matten Tropfen, wie sie an der Scheibe klebten. Es war wie ein silberner Vorhang und dahinter die Dunkelheit. Kein Gedanke konnte sie erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Unser Dornröschen ist erwacht!", wunderte die Schwester. Das war der Moment, als das Gefühl zurück in sie sank und die Schmerzen erwachten. Der Bauch schmerzte und mit der Qual kam die Erinnerung. Das Messer. Das Entsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Alles in Ordnung! Sie sind in Sicherheit, Frau Eldorso."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria entdeckte den Fernseher. In den News wurde von einem Gewaltackt berichtet. Die Lautstärke war soweit runter gedreht, dass es mehr ein Flüstern war. Sie sah ihren Schalter, Blut an den Fenstern, viele Polizisten und Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Krankenschwester drückte auf der Fernbedienung und das Bild verschwand. "Sie sind in Sicherheit.", wiederholte sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie befestigte eine kleine Flasche mit einem Schlauch daran, den sie an das Dreiwegesystem anschloss. Ein Tropf. "Keine Sorge. Es geht ihnen ganz gut. Sie kommen wieder auf die Beine."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria wollte etwas sagen. Sie wusste nicht was es war, aber ihre Stimme kratzte auch nur, so dass sie aufgab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Versuchen sie zu schlafen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schloss die Augen. Doch der Schlaf kam nicht, nur die Stille, als sie allein im Zimmer war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;- - -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Nacht ging vorbei, der Regen verschwand und so blieben nur ihre Gedanken, die wieder zurückkehrten wie Geister, die mit dem Mitternachtsgong der Pendeluhr erwachten. Doch ihre Geister trugen keine weißen Bettlaken und entsprangen keinem Kindermärchen. In ihren Gedanken gab es Blut, Schreie, Tränen und vor allem Angst. Auch wenn sie es nicht träumte, so fürchtete sie sich doch, dass ihr Vater im Bad lag, in einer Blutlache. Sie wusste genau was passieren würde. Er würde nicht aufwachen. Die Ambulanz mit den Sanitätern würde kommen, sie weggezogen und dann war er fort. Sie blieb allein, denn sie wollte nicht mitfahren, sie wartete auf der Veranda bis ihre Mutter kam, mit Tränen in den Augen. Mutter machte ein Essen, ließ es in der Küche stehen, ließ sie allein und knallte die Schlafzimmertür zu, wo Maria sie die ganze Nacht weinen hörte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich schüttelte sie jemand. Im nächsten Augenblick starrte sie in das Gesicht ihres Vaters, nur um nach und nach zu verschwinden. Stattdessen war es wohl der Stationsarzt. "Frau Eldorso. Sie stehen offenbar noch immer unter Schock. Wir würden sie gern einem Psychologen vorstellen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schüttelte wehement den Kopf. Das Bett wackelte, so sehr wehrte sie sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ok, ich verstehe. Aber wenn das so weiter geht." Er schüttelte den Kopf und seufzte. "Sie scheinen vor etwas zu fliehen. Und es ist nicht der Überfall. Sie sind schon eine Woche hier und eigentlich gibt es dafür keinen Grund. Alles ist bestens, die Wunde verheilt erwartungsgemäß."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nickte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wollen sie nicht darüber reden?" Er schien ein guter Mann zu sein. Aufrichtig. Sie glaubte ihm das, aber niemand konnte ihr helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als er gegangen war, blieb die Schwester mit den Unterlangen in der Tür stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sie hatten heute einen Anruf. Ein gewisser Richard Masterson. Er hat sich nach ihnen erkundigt. Aber wir können ihm nichts sagen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria blinzelte. "Was?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Richard Masterson. Ist das ein Bekannter? Ihr Freund?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nein. Aber ich kenne ihn."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Er hat seine Nummer durchgesagt. Ich hab sie ihnen aufgeschrieben und den Zettel in die Schublade des Nachtschränkchen gelegt." Sie verließ das Zimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso hatte er angerufen? Hatte Sarah ihm was erzählt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;- - -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sie starrte hinauf in den Himmel, wo die Wolken den azurblauen Himmel wie große Schiffe überquerten. Als Kind hatte sie oft im Garten hinter dem Haus gelegen, die Wolken beobachtet wie andere Menschen Tiere beim Spaziergang am Wegesrand entdeckten und beobachteten. Manchmal glaubte sie, es gab noch eine Welt dort oben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Er ist jeden Tag da. Fragt nach dir.", holte Sarah sie wieder zurück. Sie senkte den Kopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Aber keine Ahnung warum er dich nicht besucht. Er weiß ja dass du hier im Krankenhaus bist. Er hat sogar Blumen vorbei gebracht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hmm.", machte Maria. "Aber sie lassen mich nicht raus. Sie sagen es sei zu gefährlich. Denn angeblich habe ich mich gegen den Typen geschmissen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"War es so?", fragte Sarah nach einer Weile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß es nicht.", erklärte Maria. Das Ganze war nur noch ein dunkler Traum und die Nachrichten hatten es auch schon längst wieder vergessen. Das Leben in New York war schnelllebig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dann sprich halt mit diesem Seelenklemptner. Der Chef macht schon Anstalten, dass man dich ersetzen müsse...", platzte Sarah heraus. Ihre großen braunen augen sahen sie flehend an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria nickte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß es ist nicht leicht. Meine Tante hat auch mit so nem Plemplem-Arzt sprechen müssen. Weißt doch, mein Onkel war im Knast und sie hatte sich versucht das Leben zu nehmen. Schlimem Zeit. Aber die können einem helfen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Woher willst du das wissen? Woher wollen die wissen, wie es ist &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ich&lt;/span&gt; zu sein?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stille, die nur vom Zirpen der Vögel gestört wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich weiß es nicht. Aber du musst was tun!"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115047235850969208?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115047235850969208/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115047235850969208' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115047235850969208'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115047235850969208'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/eine-welt-aus-glas-3.html' title='Eine Welt aus Glas (3)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115046843751555795</id><published>2006-06-16T16:21:00.000+02:00</published><updated>2006-06-16T17:33:10.780+02:00</updated><title type='text'>Eine Welt aus Glas (2)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zurückliegende Wochenende schwirrte noch in ihrem Kopf, als sie sich ertappte, wie sie immer wieder auf ihre Armbanduhr starrte, sogar den Sekundenzeiger beobachtete und sich so einsam fühlte wie nie zuvor. Die Idee mit dem heißen Bad hatte sie nicht weiter verfolgt. Stattdessen war sie beim Friseur gewesen. Die Frisöse hatte ihre Haarpracht bewundert, als sie mit dem Kamm durch das mahagonifarbene Haare gekämt hatte. Ihre Locken seien einfach unbeschreiblich. Das war ihr peinlich gewesen. Eigentlich die ganze Aktion, denn als sie abends im Bett lag, das Buch aufgeschlagen auf ihrer Brust liegend, hatte sie die Augen geschlossen und die Szene am Nachmittag mit ihm immer wieder durchlebt. Einzelheiten waren in den Gedanken wie Diamanten eines teuren Schmuckstücks wertvoll und zum verlieben. Wie er immer wieder durchs Haar gestrichen hatte. Die wachen Augen und das liebe Lächeln. Der sportliche Körper und dennoch keine Spur von Eitelheit. Irgendwie wünschte sie sich, sie könne nochmal jung sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder starrte sie auf ihre Uhr. Es war kurz nach sechs am Abend, keine Spur von ihm. Die Einsamkeit wurde unerträglich, als auch nach einer Stunde noch immer nicht sein Gesicht in der Menge zu finden war. Sie begann sich damit abzufinden, dass jener Freitag einfach nur mal ein anderer Tag gewesen war. Was bildete sie sich eigentlich ein? Dass er sich in sie verlieben würde und sie hier rauskam?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schien es zu sein und wie törecht es war. Sie war nun 36 seit drei Wochen und einsam und würde es auch bleiben. Sie hatte keinen besseren Job gefunden und konnte froh sein, dass sie nicht wie die Penner in an den Gleisen um ein wenig Geld bettelte. Ihre kurze Ehe war nur ein Bild voller Traurigkeit und Schmerz gewesen und die Liebe die sie verführt hatte eine Lüge. All das Geld, dass sie von ihren Eltern geerbt hatte, war fort. Eine Erinnerung aus einem besseren Leben, einem Leben voller Zukunft, das sie sich hatte nehmen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine halbe Stund espäter klickte sie sich durch die Fahrpläne, aber es half nichts. Auch wenn von der Uni noch genug Bahnen unterwegs waren, bis weit nach 23 Uhr, würde er nicht kommen. Er war glücklich gewesen und sie hatte einen kleinen Lichtblick davon genießen können. Mehr war es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie zog das Buch aus der kleinen Ledertasche und begann wieder zu lesen. Montag war wie jeder andere Tag die Wochen davor: grau und einsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie nach 2 Uhr sich auf den Nachhauseweg machte und ihr Gesicht in einer Spiegelwand eines Modegeschäfts entdeckte, begann sie zu weinen. Es war das Gesicht ihrer Mutter, und die Tränen erinnerten sie an jene schreckliche Zeit, als ihr Vater unter dem Druck der fallenden Aktien und des dämmernden finanziellen Unglücks zu einem Verrückten geworden war. Es war die Zeit der Rezession und für Mutter und Kind bedeutete das Schläge, Wutausbrüche und einfach nur schwarze Tage voller Traurigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Firma ihn dann feuerte, und er dem Suff erlag, war es ihre Mutter die arbeiten ging. Sie putzte bei den Reichen, im Viertel mit den vielen Palmen und den großen Autos. Manchmal nahm sie Maria mit und sie hatte sogar mit den Kindern spielen dürfen. Das war besser gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Gesicht mit den Tränen schien um Hilfe zu betteln. Sie hatte alles verloren und ihr Job war nichts für sie. Gab es keine Sonnenaufgänge mehr. Sie wandte sich ab und hastete heim. In ihrer kleinen Wohnung fiel sie ins Bett, weinte sich in den Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;- - -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mittwoch morgen als sie Sarah von der Nachtschicht ablöste lächelte diese. "Ich hab heute Morgen einen richtig heißen Typen gesehen! Der hatte Muskeln. Ok, 'ne Blindschleiche, aber durchtrainiert war er."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sarah hatte immer nur Männer im Kopf. Maria ging die Checkliste durch, wechselte die Videobänder für die Überwachungskameras aus und ließ das aufgeregte Geplapper ihrer Kollegin an sich vorbeiplätschern wie Regen. Bis zu dem Moment als die dann sagte: "Aber er hat nach einer Maria gefragt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hielt inne, krampfte die Hände zu Fäusten und zitterte. Es war seltsam was allein der Gedanke an ihn in ihr auslöste, denn sie kannte ihn doch garnicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hab ihm gesagt, wir haben viele Marias. Aber er ließ sich nicht beirren. Das könne schon sein, meinte er. Er sagte er habe eine Maria Carina am Freitag abend kennen gelernt und wollte wissen wann sie... also du... wieder hier arbeitet."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Und?", fragte Maria mit einem leichten Zittern in der Stimme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sarah zuckte mit den Achseln. "Hab gesagt du seist heut da. Frühschicht. Aber..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Erzähl mir alles, wenn der dich ausführen will, ok?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wieso sollte er das?" Maria konnte es nicht verstehen. Aber Sarah kannte sich ja besser aus mit sowas. Sie hatte da Routine drinne und naja, auch wenn sie eine Tratsche war, sie war ein liebes Mädchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hey, das wird er, glaub mir. Also viel Spass heute. Und nicht vergessen, du musst mir alles berichten!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria nickte. "Gut."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;- - -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Doch auch der Mittwoch schien von Einsamkeit und der alltäglichen Bedeutungslosigkeit eines langen Arbeitstages geprägt zu sein. Zum Mittag nahm sie lustlos ihr kleines Sandwich, den Yoghurt und die Flasche Mineralwasser und versuchte zu Essen. Jeder Bissen schien so fad, das Wasser abgestanden und der Yoghurt fruchtlos. Zum Schluss schmiss sie Brot und Yoghurt in den Abfall, nahm ihr Buch und las. Die Menschen strömten um den Schalter herum wie eine haltlose Welle. Manchmal dachte sie an das Gedicht aus der Schule, von dem Panther im Zoo. Eingesperrt, angestarrt und zum Tode verurteilt. Warum sie ausgerechnet diesen Job angenommen hatte, wusste sie nicht. Oder besser, sie hasste sich davor, dazu gedrängt worden zu sein. Das Leben war eine steinige Straße und hinter jeder Kurve wartete ein neuer Grund, warum man zu Boden geworfen wurde. Sie wollte nicht mehr fallen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Schicht ging bis 15 Uhr, und als der Feierabend nur noch eine halbe Stunde entfernt war, herrschte plötzlich Aufregung. Die Menschen schrien. Sie stießen sich gegenseitig zu Boden. Dann das Pfeifen der Polizisten. Sie registrierte den Tumult um sie herum anfangs nicht. Bis jemand gegen die Scheibe des Schalters krachte. Der Körper zu Boden ging wie ein Sack Mehl und sie in das unrasierte, schweißüberströmte Gesicht eines jungen Kerls blickte. Dann erst sah sie das Messer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schrie irgendwas. Die Augen des Typen schwollen an, wütend schrie er was und drosch mit dem Griff des Messers an die Scheibe. Immer wieder. Es bildete sich schon ein leichter Riss. Ein Blick auf die Kameras zeigte dass noch mehr solcher Typen unterwegs waren. Auf dem linken Bildschirm konnte sie sehen, wie einer das Messer in den Rücken einer Frau rammte, diese strauchelte und zu Boden ging. Die Hölle hatte einen Riss geöffnet und der Wahnsinn war um sie herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Typ am Schalter schrie noch immer. Ein alter Mann wurde von ihm zu Boden geworfen. Sie verstand plötzlich. Es war alles wie ein Traum, so langsam und unwirklich. Spanisch. Der Typ sprach zerhacktes Spanisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Open door", spuckte der, als ihm klar wurde, dass sie nicht verstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie machte einen Schritt zurück, denn das Fenster hatte einen großen Riss und wenn er wieder auf die Idee kam darauf einzuschlagen, würde es splittern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"OPEN the fuck door!" Rage war ihm ins Gesicht geschrieben. Das Weiß in den Augen schien die Augen zu blinden Fenstern zu machen, wie bei einem Hund, der Tollwut hatte. In ihr explodierte eine Hitze, Schweiß drang aus ihren Poren und sie lebte mit einem Mal in zwei Welten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie blinzelte, sah dort ihren Vater im weißen Boxerhshirt, wie er mit der Faust gegen den Spiegel schlug. Dann war der Typ da, schrie sie an. Sie trat an die Tür, drückte einen Knopf für die Entriegelung. Ihr Vater schlug wieder gegen den Spiegel, Blut schmierte als er die Faust zurück zug, um abermals auszuholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"NEIN!", schrie sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann mit dem Messer schob sie gegen die Tür, die aufriss und ihr beinahe ins Gesicht schlug. Sie schrie wieder. Ihr Vater schmiss sich mit den Gesicht gegen den Spiegel, der zerbrach. Splitter ritzen in seine Haut, doch er schrie nicht. Bewusstlos ging er zu Boden, Neben ihm die letzte Flasche Wiskey, und sie sah sich, wie sie im Gang vor dem Bad stand, schrie und die Tränen im Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Messer zerriss ihre Bluse, als der Fremde vor ihr damit herum fuchtelete. Er schrie immer wieder, "Money! Fuck Money!" Sie deutete benommen auf die kleine Kasse im unteren Regal. Dann stieß er zu, sie ging zu Boden. Weinte und schloss die Augen. Ihr Vater lag neben ihr, Blut im Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115046843751555795?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115046843751555795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115046843751555795' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115046843751555795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115046843751555795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/eine-welt-aus-glas-2_16.html' title='Eine Welt aus Glas (2)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115031928986575683</id><published>2006-06-14T22:59:00.000+02:00</published><updated>2006-06-16T16:44:41.826+02:00</updated><title type='text'>Eine Welt aus Glas (1)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stein um Stein, ein Gebilde aus grauer Einsamkeit umgab sie in ihrem Glashaus. Die Menschen drängten am Schalter vorbei, dutzende, hunderte, tausende Gesichter. Jeden Tag, jeden Morgen und jede Nacht. Es war ein Fluß von unzähligen Augen und Stimmungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber eigentlich sah sie all das nicht mehr. Maria Carina Eldorso sah niemanden; sie war blind, zumindest im Herzen. Der Altag hatte ihre Sinne abgestumft. Jeden Morgen, wenn der Wecker läutete stand sie auf, und dann, wenn sie hier in der Ubahnstation ihren Platz einnahm und auf die ersten Leute wartete, schien der Tag schon verloren. Es gab kein Sonnenlicht in den Schächten, nur das Grau der Wände, befangen von Schatten. Da war Einsamkeit und dennoch war sie nicht allein. Aber niemand sprach zu ihr, lächelte oder sah sie. Sie rannten alle nur vorbei. Bis an jenem Freitag abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte die Spätschicht an jenem Tag. Das kommende Wochenende bedeutete ihr nicht viel. Sie würde vielleicht ein heißes Bad nehmen, etwas lesen und dann auch schlafen gehen. So saß sie wieder am Schalter. Die Zeitschrift vor ihr schien sie nicht mehr zu faszinieren. Der Artikel über Arbeitslose war genauso langweilig, wie die Welt um sie herum. Als sie hier begonnen hatte, noch voller Freude und dem Gefühl ein Leben zu beginnen, hatte sie Lächeln können und in jedem Gesicht das vorbei zog wie ein Luftballon, die Sorgen auf den Stirnen interpretiert. Doch niemand sprach zu ihr. Sollte jemand eine Fahrkarte, Wochenkarte oder Monatskarte kaufen wollen, so entstanden nur kurze, kalte Gespräche. Manchmal kam sie sich vor wie ein Automat, ohne Herz und ohne Seele. Aber sie verdiente das Geld, dass sie brauchte um irgendwie in dieser Welt zu leben, sie konnte nicht einfach weggehen und alles vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schlig gerade das Heft zu, wollte sich eine kurze Raucherpause genehmigen, als der Fremde in der Mitte der Halle stand und lächelte. Es war wie ein Sonnenstrahl, der in ihr Gesicht schien und ihr die Augen öffnete. Sie sah auf, das Feuerzeug noch in der Hand, die Zigarette zwischen den Fingern und ... lächelte zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ein junger, schlacksiger Kerl in einem weißen T-Shirt und einer ausgewaschenen Jeans. Um ihn herum ströhmte die Menge, getreiben vom Wunsch schnell nach Hause zu kommen, den Feiertag vor Augen. Doch er lächelte, fuhr sich mit der Hand durch das strohblonde Haar. Er stand ziemlich weit oben, zwischen der Treppe. Ein alter Mann rempelte ihn an, spie eins, zwei böse Sätze, schüttelte mit dem Kopf und begann den für ihn scheinbar beschwerlichen Abstieg, die Stufen hinunter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das Lächeln schwand nicht. Wie auf ein Zeichen, als Maria schließlich ihre Zigarette ansteckte, sprang er zwischen den Menschen entlang die Treppen hinunter. Der Rucksack auf seiner Schulter hüpfte im wilden Rhytmus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hallo, einen wunderschönen guten Tag", sagte er als er den Schalter erreichte. Sie nahm einen kurzen Zug, die Zigarette zwischen die Finger und lächelte zaghaft. Er grinste breit, es schien ein guter Tag für ihn zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was kann ich für Sie tun?" Ihre Stimme erschreckte sie. Sie war wie die einer Maschine und das entfachte ein schlechtes Gewissen in ihr. Sie versuchte es nochmal. "Womit kann ich denn helfen, junger Mann."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er grinste immernoch breit, fuhr sich wieder durchs Haar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Mein Name is Richy, oder Richard. Aber nennen sie mich einfach Rich, wenn Sie mögen. Ich bin neu hier und naja alles ist super, aber dennoch fremd."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria nickte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hielt ihr die Hand durch das kleine Loch in der Glaswand, wo man Geld und Tickets durchreichte. Sie drückte die Zigarette aus, wischte die Hand vorher an ihrer schwarzen Bundfaltenhose ab und reichte sie zaghaft. Das Lächeln in ihrem Gesicht wirkte so frisch, es war ein Gefühl, dass sie vermisste. All die Wochen und Jahre. Altagsstress und Langeweile ihre einzigen Begleiter. Sie genoss den Moment.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sie sind ganz kalt." bemerkte er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Naja eine alte Frau..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schüttelte den Kopf. "Nicht sowas sagen. Heute ist ein guter Tag, ..." Er machte eine fragende Geste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Maria Carina.", sagte sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Darf ich mir den schönsten aussuchen?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie lächelte verlegen. Auch wenn noch immer das Grau der Wände sie hier gefangen hielt und all die Menschen weiterhin um sie herumströhmten, alles scheinbar unverändert war, konnte sie spüren, wie ihr Herz schlug und das war gut. Es war ein Leben das in ihr pulsierte, ein Hauch von Träumen und den Szenen aus den Romanen die sie las.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hab ein Apartment. Zwei Straßen von hier. SuperLage, nicht?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja. Woher sind Sie?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schüttelte den Kopf. Für den Augenblick fürchtete sie wieder böse Worte zu hören. Wie vor drei Tagen, als die Alte mit den Narben im Gesicht sie fast angespuckt hatte wegen der Preiserhöhungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Woher bist Du, Rich?", versuchte sie es nochmal. Er lächelte. Seine Zähne waren weiß, aber dennoch wirkte er nicht wie einer dieser gestylten Typen, die an der nächsten Straßenecke aufeinander einschlugen oder vor denen sie sich fürchtete, wenn sie durch die Viertel schlich auf dem Nachhauseweg, im bleichen, zerstreuten Licht der Laternen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich komme aus &lt;span style=""&gt;Loudonville, aber gehe nun zur Uni."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Oh..." Studieren war eines ihrer Ziele gewesen, vor mehr als zehn Jahre, eine Zeit der Träume und nun war sie hier im Schacht, versteckt von der Welt da draußen. Was war aus ihr geworden? Eine Schaffenerin die zuviel rauchte, eine dicke Brille trug und in schlechten Magazinen langweilige Artikel las. Ein Leben ohne Profil und ohne Ziel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Was studieren Sie?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Sie meinen Rich... nicht sie." Sie lachte lauthals. Es war ein aufgeregtes Lachen, aber es tat so gut. Und was sie erschreckte, er sah es und es machte ihm nichts aus. Das verstand sie nicht, er kannte sie doch nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Informatik. Computerfritze, sage ich immer." &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Na das ist doch nicht schlecht. Gibt ja bald mehr Computer als Menschen." Sie wusste nicht ob das so war, aber es schien ihr so. Geldautomaten, GPRS-Navigation, Notebooks, alles nur noch Elektrik. Es hatte ein wenig gedauert bis sie hier zurecht kam. Aber das Programm war recht einfach zu bedienen und bisher hatte sie es nur einmal im Stich gelassen. Aber die Welt hatte sich geändert. Seit dem Anschlag, wurde alles vielmehr überwacht, kontrolliert und kälter. Sie hatte ein Telefon, das nicht mehr wie früher über die Leitungen verbunden war, sondern das war jetzt Voice over IP. Alles besser, aber sie verstand es nicht. All die Überwachungskameras. Anfangs hatte sie darauf gestarrt, aber mitlerweile sah sie diese kaum noch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Ja, am Montag gehts los. Und wie soll ich sagen. Ich bin ein Controllfreak. Ich brauch die beste Verbindung und deswegen dachte ich, komme ich zu Ihnen."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Sie lächelte. "Gibt's dafür nicht Google?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Mag schon sein, aber dort lächelt niemand." Wie lange hatte schon niemand mehr versucht mit ihr zu flirten? Aber wenn er studierte oder es wollte, war er mindestens 13 Jahre jünger als sie. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Nun gut."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Sie drehte den Monitor, damit sie ihm nicht den Rücken zuwenden musste. Schnell gab sie Abfahrtsstation und Ziel ein. Es dauerte weniger als 10 Sekunden und schon spuckte der Drucker die Route aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Als sie ihm den Zettel reichte, hielt er kurz ihre Hand.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Er studierte mit leicht zugekniffenen Augen das Blatt. Offenbar war er eigentlich Brillenträger und es überraschte sie mit einem wohligen Schauer, dass sie sich wünschte sie könnte sehen wie er mit Brille aussah.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Hmm, das scheint einfach zu sein. Danke, Maria."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Für den Augenblick wusste sie nichts zu sagen. Und auch er schien unentschlossen, stand da und starrte sie nur an. Dann tippte er sich an den nicht vorhandenen Hut. "Auf wiedersehen."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Gern geschehen und viel Glück!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Er drehte sich, stieß mit einer kleinwüschisgen zusammen, die ihn mit mißbilligenden Blicken strafte und irgendwas schimpfte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Als er an der ersten Stufe war, wand er sich um und rief: "Sind sie Montag auch hier?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;Sie hatte gerade eine neue Zigarette aus der Schachtel gefischt. Nickte. Dann wurde ihr klar, dass er es unter Umständen nicht sah. "Ja. Am Nachmittag."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;"Super!" Dann verschwand er am Ausgang.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115031928986575683?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115031928986575683/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115031928986575683' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115031928986575683'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115031928986575683'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/eine-welt-aus-glas-1.html' title='Eine Welt aus Glas (1)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-115031852395129028</id><published>2006-06-14T22:53:00.000+02:00</published><updated>2006-06-16T15:19:57.366+02:00</updated><title type='text'>SWEET AMBER (2)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify; font-family: verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der weinrote Pickup Truck wirkte wie ein Blutstropfen im heißen Sand. Es war gerade mal kurz nach 9 am Morgen, aber die Hitze bildete schon eine heiße Wand. Sonnenlicht spiegelte über die getönte Panoramascheibe, blitzte im Silber des Kühlergrills. Der Motor war ein dumpfes Grunzen. Die Reifen wirbelten Staub und Dreck nach links und rechts und aus dem Fahrerhaus tönte lautes Gitarrenspiel. Das graue Band des Highways riss durch die Landschaft. Doch die Natur drängte von allen Seiten näher. Hier und da wurde der Asphalt von einer feinen Sandschicht bedeckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter dem Steuer saß eine Gestalt völlig in schwarz gekleidet. Das Seidenhemd sog das Sonnenlicht in sich auf und dennoch fehlte auf der braunen Haut des Mannes jegliche Spur von Schweiß. Ein verzerrtes Lächeln, geschmückt mit einer Zigarrette im Mundwinkel, ließ das Gesicht in einer Mischung aus Wut und Trauer erscheinen. Die dunkelblauen Augen blickten hinaus, doch nicht auf den Asphalt, sondern in eine Ferne, die jenseits dieser Welt existierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Welt um ihn herum erstrahlte wie ein Gemälde der Einöde, gesprengelt mit der Schönheit eines heißen Sommertages in vollen Farbtönen. Der Himmel war wolkenlos, azurblau und weit. Die Sonne ein gleißendes Licht, das über die Welt wachte und dennoch, als der Pickup den Gipfel einer leichten Hügelkuppe erreichte und das Dorf im Tal sich offenbarte, zog plötzlich ein schwarzer Schatten durch das Bild. Der Fahrer spuckte die Zigarette aus dem Fenster, bremste und beobachtete den einsamen schwarzen Raben am Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das wird mich nicht hindern." bemerkte er kalt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-115031852395129028?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/115031852395129028/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=115031852395129028' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115031852395129028'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/115031852395129028'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/sweet-amber-2_14.html' title='SWEET AMBER (2)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-114976178926915973</id><published>2006-06-08T12:14:00.000+02:00</published><updated>2006-06-14T22:53:15.680+02:00</updated><title type='text'>SWEET AMBER (1)</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Im kalten, matten Licht der billigen Neonlichter wirkte der Alkohol nicht so gefährlich. Also nahm er wieder sein Glas, schenkte ein und kippte es runter. Mit dem rechten Arm wischte er sich über den Mund. Dann hustete er. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Verdammt.“ Nur dieses eine Wort und dennoch war es genug. Er hatte verloren, die Zeit war abgelaufen, die Nacht war frisch, und Entscheidungen drängten. Dennoch vermochte er noch immer nicht sagen, welchen Weg er nehmen würde. Nach Süden zur Brücke, nach Westen zu ihr oder gar Richtung Felton, fort von hier. Aber in seinem Kopf schwirrte sie wie ein unruhiger Schmetterling. Amber, die Liebe, die ihn so verrückt machte. Amber, die ihn verführte wie Honig einen Bären besinnungslos machte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er war nicht der einzige Gast hier in der Spielunke aber alle Augen ruhten auf ihm. Zumindest für den Moment. Glas für Glas brachte er sich seiner Zerstörung nahe. Der Barkeeper hatte ihn vor Stunden gewarnt, worauf er die Flasche an sich gerissen hatte. „Ich trinke soviel wie ich will!“ Dann hatte er all sein Geld auf die Theke geworfen. Die Münzen spiegelten matt. Blutgeld dachten sie, aber er war kein Killer, noch nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Sein Blick wanderte von der Theke zu den Gästen. Mit wackligen Schritten positionierte er sich so, dass er sie alle sah. Er lehnte wie ein Mehlsack gegen die Theke, musste immer wieder mit den Händen Halt suchen. In ihren Gesichtern erkannte er Abscheu, Bedauern und Langeweile.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Barkeeper versteckte schnell die Gläser.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Randolf Clayton“, dröhnte es plötzlich in seinem Schädel. Benommen und trunken versuchte er die Stimme unter den Gästen auszumachen. Doch sie ignorierten ihn mittlerweile. Er hatte das dumpfe Gefühl, dass die Zeit plötzlich schneller wegtickte, als ihm lieb war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„.. ziemlich angeschlagen.“ Dieses Mal war die Stimme hinter ihm. Er brauchte einige unruhige Atemzüge, bis ihm klar wurde, der Barkeeper sprach zu dem Unbekannten, der ihn beim Namen gerufen hatte. Was ging hier vor?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er blinzelte und schrak zusammen, als die Fremde vor ihm stand. Er konnte schwarze Haare ausmachen, doch die Augen waren darunter verborgen. Sie trug eine Jeansjacke die schon bessere Tage gesehen hatte, wie auch die Hose und in ihrem Atem schwang Minze mit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Pfefferminzlikör?“, fragte er mehr sich selbst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wieder die Stimme: „Mr. Clayton ist gesucht in 15 Bundesstaaten. Wegen Mordes,“ &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Nein!“, stöhnte er und schuppste die Unbekannte Gestalt weg oder besser er wollte es, aber da war niemand. Im nächsten Augenblick, als er mit gehetzten Blicken sich versuchte zu orientieren, wurde ihm klar etwas lief verdammt schief!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Um ihn war nur Dunkelheit, die sich an ihn drängte wie ein dunkles Leichentuch. Er lag auf einer harten Pritsche, doch auch wenn er dachte, er sei zurück im Gefängnis, konnte er statt Eisenstäbe nur graue, leere Wände finden. Er drehte sich, was das Bett mit einem Knarren begleitete. Auf dem Nachttisch lagen seine Schlüssel und das leichte Mondlicht, das zum Fenster herein glänzte ließ sie leuchten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er fuhr sich durch das lockige, dichte Haar. Schweiß klebte an seinen Fingern wie Schuld und er glaubte noch den Geschmack von Erbrochenem auf der Zunge zu haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Dann schlief er wieder ein. Sollten sie ihn doch holen!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center; font-family: lucida grande;"&gt;- - -&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:lucida grande;font-size:85%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der Morgen brach herein wie ein heißes Eisen, das durch seinen Kopf bohrte und ihn aus den dunklen Tiefen eines traumlosen Schlafes holte. Als er die Augen aufriss, das Entsetzen noch in seinen Gliedern steckte und der Traum noch ihm zur Atemlosigkeit drängte, konnte er nicht wissen, dass das Entsetzen ihm gefolgt war. Sie stand am Ende des Bettes und lächelte. Für den Augenblick, dann war da nur das offene Fenster, und der gleißende, rote Sonnenball des angebrochen morgens. Der Schweiß hing ihm am Leib, und dann kamen wieder die Stimmen zurück, vor denen er aus dem Traum geflüchtet war. Es waren die gleichen Worte, das konnte er nicht leugnen, auch nicht wegblinzeln oder ihnen sonst wie entfliehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Federn des Bettes kratzten rostig, als er aufsprang. Doch Schwindel und Atemlosigkeit ließen ihn zu Boden gehen. Schmerz war die einzige Konstante in diesen Tagen, alles andere nur Chaos. Der Alkohol hatte ihm nicht helfen können. Aber er lernte es ja nie.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er versuchte sich aufzustützen, nur um dem eigenen Gewicht zu erliegen. Die Stimmen in ihm zerrissen jeglichen klaren Gedanken. Da war Geschrei, Angst und Trauer, es gab flehende Worte in allen Formen und zum Schluss, als ihm klar wurde, hörte er das Schreien. Er schüttelte den Kopf, doch es half nichts.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Plötzlich läutete es an der Tür. Er lag nur wenige Schritte entfernt in diesem seltsamen Zimmer. Seine Augen wanderten über kahle Wände und nichts ließ erkennen, wo er war. Er hoffte es würde nicht noch schlimmer kommen. Langsam zog er sich am Bett hoch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Moment!“, krächzte er.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Seine Beine drohten jeden Augenblick unter ihm zusammen zu brechen, die Stiefel sandten Schmerzen in die Knochen und wieder läutete es.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Verdammt noch mal! Ich sagte Moment!“, rief er. Das Läuten jedoch verstummte nicht. Als er fast an der Tür war, sich am Bettende abstützte und die Hand schon am Türgriff hatte, erinnerte er sich an das Messer in seinem linken Stiefel.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nun hämmerte es gegen die Tür wie wildes Donnern. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Ja, ja… Gleich!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er tastete am linken Jeanshosenbein hinab zum Stiefel, fummelte an der kleinen Schlaufe der Tasche. Schmerz schoss durch seine Glieder und sein Kopf brannte wie Feuer, dass seine Augen kochen lies. Der Schweiß glitt über ihn hinweg wie eine feuchte Schlange. Schließlich hielt er das Messer in der zitternden, rechten Hand. Die Klinge blinkte einen Augenblick. Er konnte die Bartstoppeln an seinem Kinn entdecken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wieder hatte er die Hand am Griff. Er lehnte an der Wand direkt neben der Tür. In der rechten Hand hielt er das Messer. Das Hämmern verstummte. Er lauschte. Draußen flog irgendwo ein Flugzeug, der Wind schien aufzufrischen und dennoch war er umgeben von Stille, die selbst seine Schmerzen scheinbar verschlang.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Er riss die Tür neben sich auf.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: center; font-family: lucida grande;"&gt;- - -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-114976178926915973?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/114976178926915973/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=114976178926915973' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/114976178926915973'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/114976178926915973'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/sweet-amber-1.html' title='SWEET AMBER (1)'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-29428793.post-114976118217666610</id><published>2006-06-08T12:00:00.000+02:00</published><updated>2006-06-08T12:22:57.143+02:00</updated><title type='text'>Badfinger's Words in Progress - Textwerkstatt von Marcel Nebeling</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:130%;" &gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Um was geht's hier denn?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Immer wieder beginne ich neue Geschichten, Fragmente und anderen Textkrimmskramms und ich hab die Idee, dies nun ganz offen zu tun. Denn immer wenn man in seinem Zimmer sitzt, wild auf der Tastatur hämmert, hat man im Kopf, ob es gut ist, fragt sich was andere denken. Ich glaube das offene Schreiben kann ein Weg zum besseren Schreiben sein und vielleicht verhilft er mir auch zu mehr Disziplin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also mehr eine Art Tagebuch mit Textpassagen. Der Vorteil ist, ich sehe wie sich was entwickelt, kann von überall auf der Welt drauf zugreifen. Alle Texte sind nicht als vollständig zu sehen. Ist eine Geschichte fertig, wird ein Link gepostet mit der finalen Version, die man dann auf meiner Website einsehen kann.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:130%;" &gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:times new roman;" &gt;Und was schreibst Du?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Meine Texte sind alle recht unterschiedlich, würde ich sagen. Es gibt Horrorstories, Liebesgeschichten, Mystery oder Fantasy. Alles bunt gemischt, so wie ich gerade eben Lust habe. Ich hab auf meiner Website mehr als 40 Geschichten (und Erzählungen) veröffentlicht. Auch wurden ein paar richtig gedruckt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/29428793-114976118217666610?l=badfingers-words-in-progress.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/feeds/114976118217666610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=29428793&amp;postID=114976118217666610' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/114976118217666610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/29428793/posts/default/114976118217666610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://badfingers-words-in-progress.blogspot.com/2006/06/badfingers-words-in-progress.html' title='Badfinger&apos;s Words in Progress - Textwerkstatt von Marcel Nebeling'/><author><name>Marcel Nebeling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06425868775851361494</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://abypix.spinchat.de/profimage/9a/1542477_mini.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
